Dienstag, 17. Juli 2012

... und das ist die schlechte!



Es war schön heute Morgen aufzuwachen und einen so schönen Abend gehabt zu haben. Meinem Freund habe ich am Spiegel im Bad noch eine herzförmige Schachtel hingestellt mit Pralinen und einen Red Bull. Dazu ein Post It mit "Ich liebe dich und Guten Morgen" darauf zustehen, in der Hoffnung das er sich freut. 


Ich bin wie jeden Morgen wenn ich Frühschicht habe zu meinem Bus gelaufen, ein ganz normaler Morgen. Außer das es erschreckend kalt ist für einen Sommertag. Auf dem Weg zur Arbeit habe ich gelächelt, während ich Musik gehört habe, weil ich noch so glücklich vom Vortag war. Nichts in mir hat mich vorgewarnt, dass das heute passieren könnte. 


Vom Bus zur Arbeit habe ich wie jeden Morgen meine Zigarette geraucht und mir einen Kaffee geholt. Im nachhinein bereue ich es das ich den Kaffee getrunken habe, vll. wäre ich sonst ruhiger geblieben. 


Wie immer habe ich meine Arbeit gemacht und so gut es eben geht. Ich bin Perfektionist was das an geht. Egal wie ungern ich meinen Job mache aber ich mache ihn gut, weil ich es für mich tue und ich gut sein will. 
Mir hätte es schon seltsam vorkommen sollen, als mein "Vorgesetzter", lt. meiner Kollegin, erst 13 Uhr heute kommt. Trotzdem war ich noch ahnungslos. Ich blöde Kuh habe heute sogar noch Ordnung in das scheiß Archiv gebracht weil es das mal nötig hatte. Fröhlich kam mein "großer Chef" wie jeden Tag auf mich zu und schüttelte mir die Hand zum Gruß. Ziemlich verlogen im nachhinein. 


Im laufe des Vormittags habe ich dann kurz mitbekommen wie mein "großer Chef" zu meiner Kollegin sagte: Frau ..., das wollte ich Ihnen nur mitteilen. Damit sie schon mal Bescheid wissen! Spätestens da hätten bei mir alle Alarmglocken angehen sollen. So verlogen und hinterfotzig kann ich aber leider nicht denken. 


Dann kam der Moment. Als alles in mir zerriss und ich nur noch blanke Wut in mir hatte. 
"Frau.., kommen Sie bitte kurz mit mir ins Büro? Ich möchte gerne mit Ihnen reden." In diesem Moment wusste ich eigentlich schon was kommt. Ich sah nur noch ein Stück Papier mit meinem Namen drauf und unserem Unternehmenlogo. Ich kann nicht Ausdrücken was in mir in diesem Moment passiert ist. Tausend Worte die meinen Mund verlassen wollten. Keines hat es geschafft.., außer: Was habe ich den für Fehler ihrer Meinung nach gemacht? 


Ich habe die Kündigung bekommen. & Warum. Kann ich ganz genau sagen, weil ihm mein Gesicht einfach nicht passte. Weil ich nicht in seiner kunterbunten Welt der Betriebsblindheit mitmachen wollte. Weil ich NICHT meinen verfluchten Vorgesetzten motivieren wollte, das hat er schließlich verdammt noch mal mit seinen Mitarbeiten zu tun. Ich krieche niemanden in den Arsch der es nicht verdient hat & ich bin genauso so 
intelligent wie mein Vorgesetzter nur mit einem Unterschied, ich bekomme mit wenn was nicht stimmt und mache es besser und betel nicht nach Anerkennung von meinen Mitarbeitern wie ein kleines Kind. Seit wann muss ich denn meinen Chef anbetteln das er mir meine Fehler aufzeigt damit ich sie besser machen kann? Seit wann muss ich mir den alles selber beibringen? Seit wann läuft man so Betriebsblind durch die Gegend und denkt man tut irgendwas richtiges.


& was macht Mia. Nein Sie sagt ihm nicht ruhig und gelassen ihre Meinung, mit dem Wissen das sie richtig liegt. Neeeinnn...., ich heule wie ne doofe und geb dem Idioten auch noch das Gefühl das mir irgendwas an dem Job gelegen hätte oder ich mich getroffen fühle. 


Nein Hr. ... , ich Trauer weder dir noch deiner bescheuerten Philosophie hinterher. Warum ich geweint habe? Deute das nicht als Schwäche. Ich habe VOR WUT geweint. Weil ich sauer auf mich selber war das meine Eltern mit sowas wie Anstand beigebracht haben. Werte die du anscheinend nicht kennst. Das mir meine Worte im Mund stecken geblieben sind, vor Wut und dabei hätte ich dir zu gerne einpaar Dinge gesagt ,die du entweder gekonnt verdrängst oder in deinem Egoismus wirklich nicht erkennst. 


Sein Eigenlob sollte man stecken lassen, wenn man noch nicht mal den Arsch in der Hose hat bei einer Kündigung sagen zu können, warum man sie ausspricht. Ich danke dir das du mir beigebracht hast was man an seinen Mitarbeitern so alles falsch machen kann. Das eine einzige schlechte Stimme eine ganzen Unternehmen beeinflussen kann. Das Ehrgeiz zu anstrengend sein kann für Unternehmen die keine Fragen beantworten könne oder wollen. Ich hoffe ernsthaft das man irgendwann vll. mal genug an deinem hohen Ross gerüttelt hat damit du mal siehst wie der Boden der Realität aussieht. 


Was soll ich noch sagen, eine Busfahrt später und viele Tränen, muss ich mir einen Plan schmieden und  meine nächsten Wochen wird Spaß geladen sein & wir fangen Morgen gleich mal an. Heute muss ich erstmal verdauen wie respektlos Menschen sein können & morgen werde ich daran arbeiten das beste drauß zu machen und ich bin mir sicher alles was jetzt kommt wird besser werden. Trotzdem platze ich immer noch vor Wut und überlege ernsthaft meinem "tollen Abteilungschef" noch eine E-Mail zu witmen in der ich ihm danke das er nicht mal den Arsch in der Hose haben kann und dabei ist wenn ich ohne Grund gekündigt werde. Bzw. ein sehr un plausibler Grund aber hey so sind die Chefs heute, besonders die, die einen Abschluss in Konfliktlösung gemacht haben. Da bleibt man halt einfach ganz weg und hofft das beste. Weichei eh...,



Kommentare:

  1. Mensch, Mia. Shit.

    Das tut mir leid.
    Aber vielleicht auch nicht, vielleicht wartet etwas viel besseres auf dich.

    Bestimmt sogar.

    *drück*

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  2. Sei doch froh, dass du den scheiß da los bist!!! Du hast nur ein leben und das solltest du nicht mit unpassenden jobs vergeuden , zudem erst recht nicht, wenn du einfachmal überqualifiziert warst! Scheiß auf diesen chef, auf solche arroganten, egoistischen arschlöcher, die im inneren so winzig sind, das du sie im grunde plattlatschen könntest! ...wenn es dir hilft- schreib ihm diese mail, schreib dir die wut weg und vielleicht tuts dem mal ganz gut kritik zu hören ;) ich drück dir die daumen für die nächste zeit :)

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  3. Das tut mir sooo leid für dich :(
    Mir wurde auch mal gekündigt und ich habe es nicht kommen sehen.. Das Gute war allerdings, dass ich mir eh überlegt hatte einen Monat später zu kündigen, um noch mein ABI nachmachen zu können und hatte noch sorge wegen der Kündigungsfrist :D
    Ich habe die blöd angegrinst und mich für die schöne Zeit bedankt (war eigl gelogen :D) Die wussten gar nicht was los ist. Vorher noch so selbstgefällig da gesessen, als ich gefragt habe warum :D Als ich raus gegangen bin habe ich nur ein: "was war das denn jetzt?" gehört..Aber sobald ich im Auto saß habe ich trotzdem geheult. Keine Ahnung warum. Wohl aus Schock. Mir hat es da nie gefallen.
    Du wirst sehen ab Morgen sieht das ganze wieder besser aus und du findest einen super neuen Job! Ich drück dir die Daumen!

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  4. Dabei hatte der Tag eig. gut begonnen .. Aber ich denke du kannst froh sein, dass du den Job los bist, bei dem Chef. Ich muss zum Glück noch nicht über Arbeit nachdenken, aber ich denke du wirst bestimmt einen besseren Job finden. Viel Glück bei der Suche.

    Liebe Grüße
    Hanna

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  5. Oh nein, tut mir leid für dich.
    Seh das Ganze positiv. Dein Chef hat dich als Mitarbeiterin nicht verdient und alles was jetzt kommt wird besser! Nicht aufgeben!

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  6. Guten Morgen ihr Süßen ♥ ...ich wollte mich kurz in aller Form für euren lieben Worte bedanken. Sie haben mir wirklich Mut & Kraft gegeben und heute sieht die Welt auch schon besser aus. Auch wenn die Wut immer noch im Bauch steckt. Tausend Dank euch. Fühlt euch gedrückt. ♥

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  7. Es ist wohl immer unschön, eine Kündigung zu bekommen...und es ist schade. Andererseits hattest du ja offenbar ohnehin innerlich für dich dort bereits abgeschlossen. Von demher ist es dann doch richtig gelaufen. Du wolltest ohnehin nicht dort bleiben... jetzt heisst es nach vorne schauen und die letzten Tage "mit Würde" hinter dich bringen....oder hat man dir fristlos gekündigt und du brauchst gar nicht mehr da hingehen ab sofort?
    Wut im Bauch ist in diesem Fall ein gutes Gefühl, Mia. Es gibt dir Kraft und Durchhaltevermögen.
    Ganz liebe Grüsse Ingrid

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